CMD-THERAPIE


Physiotherapie

CMD – Was ist das?

CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion und weist auf eine Funktionsstörung des Kauorgans hin. Ein gestörtes Zusammenspiel der Zähne von Ober- und Unterkiefer führt zu einer fehlerhaften Bisslage, wodurch sich beide Kiefergelenke zwangsläufig in eine unphysiologische Lage bringen. Dies erzeugt Druck auf die umliegende Muskulatur, die so in unnatürlicher Weise beansprucht und belastet wird. Auf Dauer kann dies zu Verspannungen und Schmerzen auch in anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparates führen. So können oft Schmerzen an Zähnen, Kiefergelenken, Gesicht, Kopf- oder Nackenbereich und Wechselwirkungen wie Tinnitus, Schwindel bis hin zu Rückenschmerzen auf eine CMD zurückgeführt werden. Weitere typische Beschwerden sind Mundöffnungsprobleme und Gelenkknacken.


Besondere Auslösemechanismen

1. Zähne

Bissanomalien, die mit einer Verlagerung des Unterkiefers einhergehen, eine schwierige prothetische Versorgung, aber auch akute Überlastungen können unterschiedliche Veränderungen am Kiefergelenk auslösen.

2. Körperhaltung

Haltungsanomalien als Auslösemechanismus für eine Funktionsstörung am Kauorgan.

3. Psychische Balance – Inneres Gleichgewicht

Das Kauorgan ist der wichtigste „Blitzableiter“ für Stress. Eine Stressfehlverarbeitung wiederum führt oft zu muskulären Verspannungen. Typisch dafür sind nächtliches Knirschen oder Reiben der Zähne.

4. Verletzungen

Unfälle mit einem Stoß oder Schlag auf das Kinn, die zu einer Stauchung des Kiefergelenkes führen.


Diagnostik

Die Untersuchung der Kiefergelenke erfolgt durch den Zahnarzt, den Kieferorthopäden oder den Kieferchirurgen.


Therapie

Grundgedanke bei der Behandlung von CMD ist eine schonende und reversible Vorgehensweise. Eine Aufklärung des Patienten über die Krankheitszusammenhänge und eine korrekte Diagnosestellung ist der erste und wichtigste Schritt für eine positive Beeinflussung des Krankheitsgeschehens. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, da die Fehlfunktion des Gebisses und Belastungen des Kiefergelenks weiter fortschreiten und so die Aussichten auf Heilung erheblich verschlechtert werden! Eine fundierte fachübergreifende Behandlung durch zahnärztliche Therapie und Physiotherapie sowie mit Medikamenten bringt den Patienten langfristig Erfolg.